BVG möchte neue Busspuren

16.4.2017

Bisher gibt es auf der Kantstraße eine Vorrangschaltung für BVG-Busse. Das bedeutet, dass die Fahrer per Knopfdruck die Umschaltung auf rotes Ampellicht verhindern können. Wenn die Busse mehrerer Linien kurz hintereinander fahren, kann das für den Querverkehr auch mal eine Wartezeit von zwei, drei Minuten bedeutet. Zusammen mit der Busampel am Savignyplatz hat sich diese Regelung als erfolgreich erwiesen, die Busse haben weniger Verspätungen durch den Halt an Kreuzungen.
Dass es trotzdem zu Verzögerungen kommt, liegt daran, dass die zweite Spur neben den parkenden Autos oft blockiert ist. Tagsüber ist es nicht möglich, die Kantstraße auf dieser Spur komplett durchzufahren, ohne wild parkenden Fahrzeugen ausweichen zu müssen. Dies macht besonders den Busfahrern zu schaffen.
Deshalb hat die BVG nun beim Senat beantragt, auf der Kantstraße eine Busspur anzulegen. Diese solle am besten unbegrenzt gelten, so die BVG-Sprecherin Petra Reetz. Meist sind Busspuren zeitlich begrenzt in den Stoßzeiten gültig, nur wenige – wie die auf dem Kudamm – gelten rund um die Uhr. Ob die BVG die Busspuren nur auf einem Teil der Kantstraße oder auf der gesamten Länge möchte, ist bisher nicht bekannt.
Aufgrund der bisherigen Erfahrungen kann man annehmen, dass der Senat dem Antrag der Verkehrsbetriebe zustimmt.